Totgesagte leben länger … dank Elektrizität

Mal Hand auf’s Herz; wem war der Begriff Voxan wirklich ein Begriff bisher? Vermutlich haben nur die hartgesotteten Motorrad-Insider jemals von dieser französischen Herstellermarke gehört. Dies ist aber auch kein Kunststück, da zwischen 1999 imd 2009 lediglich 1838 Motorräder verkauft wurden, wobei die Voxan Black Magic wohl das bekannteste Modell war. Dementsprechend musste ich heute morgen auch erstmal bei Wikipedia und anderen Medien nachlesen, um was es sich bei dieser Firma handelt, als mich mein Nachbar in seiner charmanten und für die Uhrzeit völlig übertrieben gut gelaunten Art und Weise beim Weg zum Bäcker mit den Worten „Na, schon die neue Voxan Wattmann gesehen?“ begrüßte. Es mag der Uhrzeit oder des Nicht-Wissen geschuldet sein, aber mehr als „Vox … watt?“ bekam er heute morgen nicht als Antwort. Aber nach einem kurzen Gespräch entfachte doch ein wenig das Interesse.

Über was ich hier eigentlich rede? Nun der besagte Hersteller feiert nach den Insolvenzen von 2001 und 2009 ein weiteres Mal sein Comeback und das mit einem Paukenschlag. Auf der aktuell in Paris statt findenden Motorcycle Show zeigt man den mittlerweile ziemlich gehypten Heilsbringer der Elektro-Motorräder, die angesprochene Wattman.

Aber nicht nur das Design ist außergewöhnlich (ob gut oder schlecht mag Geschmackssache sein – Mein Nachbar älteren Kalibers fand es gelinde gesagt unschön, ich dagegen ziemlich interessant), die Leistungsdaten sind für ein Elektro-Motorrad der wahre Grund für den Medienhype aktuell. Denn das Herz dieses futuristischen Motorrades bildet ein Triebwerk mit stolzen 200 PS und 200 Newtonmetern Drehmoment. Und wir reden wirklich von einem Elektro-Motorrad; dessen Akku hat eine Kapazität von 12.8 kWh und soll sogar eine Reichweite von 180 Kilometern ermöglichen. Für die Beschleunigung auf Tempo 160 benötigt es laut Herstellerangaben stolze 5,9 Sekunden.

Allerdings ist die Aufladezeit, sollte sie denn so stimmen, für mich das absolute Highlight auf der technischen Seite. Denn mal soll lediglich eine halbe Stunde benötigen um den Akku auf 80% zu laden, und dies mit einer handelsüblichen Steckdose. Das Ladegerät ist nämlich im Motorrad integiert. Wenn ich bedenke, dass mein Smartphone nach der Zeit noch nicht mal die Hälfte geladen hat, ist das doch wirklich ein Lichtblick für die Zukunft, dass die Elektrotechnik im Bereich Motorrad eventuell doch eine interessante Alternative werden könnte.

Herstellerseite: voxan.com

 

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